Das Jahr ist fast zu Ende, Zeit für etwas Statistik: beliebte Passwörter 2025. Die Liste zeigt wieder einmal, wie sorglos viele mit sensiblen Zugangsdaten umgehen. In Deutschland führt erstmals „admin“ die Rangliste an.
Trotz breiter Aufklärung setzen unzählige Nutzer weiter auf simple Kombinationen, die Cyberkriminelle in Sekunden knacken. Warum diese Entwicklung Unternehmen besonders betrifft.
Unser Beitrag über beliebte Passwörter 2025 im Überblick:
Beliebte Passwörter 2025
Jahr für Jahr werden die beliebtesten Passwörter erfasst, und Jahr für Jahr zeigt sich ein ernüchterndes Bild, wie Sie in unseren Beiträgen aus den vergangenen Jahren (2024 und 2023) nachlesen können. Auch in diesem Jahr bestehen die Ranglisten weiterhin aus simplen Begriffen und leicht vorhersehbaren Mustern.
Immerhin gab es an der Spitze einen Wechsel: In Deutschland verdrängt „admin“ erstmals den langjährigen Favoriten „123456“ vom Spitzenplatz. Dieser Wechsel zeigt zwar eine Bewegung, doch sicherer werden die Passwörter dadurch nicht.
Auffällig ist der Mix aus klassischen Zahlenfolgen und eingängigen Wörtern. Einträge wie „12345678“ oder „lol123456“ stehen weit oben. Sie spiegeln eine Gewohnheit wider, die Sicherheitsrisiken unterschätzt: Nutzer setzen auf Vertrautes und Praktisches. Für Cyberkriminelle bieten diese Muster jedoch ideale Angriffspunkte. Tools, die systematisch Wörterbuch– und Brute-Force-Methoden kombinieren, durchlaufen solche Varianten in Sekunden.
Die Ergebnisse bestätigen, wie gering die Bereitschaft bleibt, sichere Passwörter zu erstellen. Für Unternehmen bedeutet das eine erhöhte Gefahr, da schwache Zugangsdaten häufig mehrere Systeme betreffen und damit weitreichende Schäden auslösen können.

Sichere Passwörter sind das A und O einer jeden Sicherheitsstrategie. Bild: stock.adobe.com/thodonal
Beliebte Passwörter 2025 in Deutschland
Ein Blick auf die aktuelle Rangliste verdeutlicht, wie vorhersehbar viele Passwörter sind. Unter den ersten zwanzig finden sich fast ausschließlich einfache Wörter, kurze Zahlenreihen oder offensichtliche Kombinationen. Neben dem Spitzenreiter „admin“ tauchen verschiedene Varianten von „123456“ auf, ergänzt durch humorvolle oder regionale Begriffe wie „Kasperle123“, „zwieback“ und „Gesundheit“. Der Reihe nach aufgelistet sind beliebte Passwörter 2025:
- admin
- 123456
- lol123456
- Kasperle123
- null12345
- 12345678
- 123456789
- password
- musikverein
- Null12345
- Vergessen1
- 12345
- nessie
- master01
- yxcvbnm
- Passwort
- zwieback
- 1234567890
- Lol123456
- Gesundheit
Diese Mischung zeigt, dass Nutzer häufig persönliche Bezüge, Alltagswörter oder minimal abgewandelte Standards nutzen. Viele dieser Passwörter lassen sich mit wenigen Versuchen ermitteln, weil sie zu den ersten gehören, die gängige Angriffswerkzeuge abfragen. Auch scheinbar individuelle Varianten wie „lol123456“ oder „null12345“ lassen sich schnell ableiten.
Für Unternehmen bedeutet diese Entwicklung, dass auch beruflich genutzte Accounts oftmals nicht ausreichend geschützt sind. Sobald ein schwaches Passwort kompromittiert wird, können Angreifer weitreichende Berechtigungen missbrauchen und dadurch Prozesse, Daten oder ganze Systeme gefährden.
Globale Trends: beliebte Passwörter 2025
Auch international zeigt sich ein vertrautes Muster. Die weltweiten Listen über beliebte Passwörter 2025 werden erneut von einfachen Zahlenreihen angeführt. „123456“ behauptet global den ersten Platz, dicht gefolgt von „admin“ und „12345678“. Beliebt sind auch Kombinationen aus Vor- oder Nachnamen und kurzen Zahlenfolgen, etwa „kristian123“ oder „Joan89“. Diese Varianten gehören zwar selten zu den globalen Spitzenreitern, treten jedoch in nahezu jedem Land mit den jeweils häufigsten Vornamen auf.
Beliebte Passwörter international sind neben Zahlenfolgen auch Varianten wie „qwerty123“ oder „1234567890“. Sie nutzen typische Tastaturmuster, die zwar intuitiv erscheinen, aber keinerlei Schutzwirkung entfalten. Und auch das Passwort „Passwort“ gehört weltweit zu den häufigsten Passwörtern – in vielen Regionen auch in der jeweiligen Landessprache. Beispiele reichen vom slowakischen „heslo“ und finnischen „salasana“ über das französische „motdepasse“ bis zum spanischen „contraseña“.
Immerhin: Die Anzahl der Passwörter mit Sonderzeichen steigt. Doch viele dieser Varianten – etwa „P@ssw0rd“ oder „Admin@123“ – bleiben durchschaubar. Sie folgen bekannten Mustern, die Brute-Force-Programme längst berücksichtigen. Die globale Entwicklung verdeutlicht, dass sich das Sicherheitsniveau kaum verändert, solange einfache Strukturen dominieren.

Der Ärger ist groß, wenn Kriminelle unsichere Passwörter gehackt haben. Bild: Pexels/Andrea Piacquadio
Passwörter mit regionaler Besonderheit
Die deutsche Passwortliste zeigt neben klassischen Mustern auch regionale Eigenheiten. Begriffe wie „Kasperle123“, „zwieback“ oder „Gesundheit“ gehören zu den häufigsten Varianten und verdeutlichen, wie stark Alltagssprache in die Passwortwahl einfließt. Solche Wörter wirken vertraut und leicht zu merken, bieten aber kaum Sicherheit, da sie in vielen Wörterbuchlisten für Angriffe vorkommen.
Humorvolle Kombinationen wie „lol123456“ oder „nessie“ sind ebenfalls weit verbreitet. Sie vermitteln den Eindruck von Individualität, folgen aber letztlich denselben Mustern wie andere einfache Passwörter: kurze Begriffe, ergänzt durch eine bekannte Zahlenfolge. Angreifer berücksichtigen solche Varianten längst, weil sie weltweit mit hoher Frequenz auftreten.
Der Vergleich mit internationalen Listen zeigt deutliche Unterschiede. Während in einigen Ländern zunehmend Schimpfwörter oder Slang verwendet werden, bleiben deutsche Nutzer bei eher neutralen oder alltäglichen Begriffen. Für die Sicherheit spielt das jedoch keine Rolle. Entscheidend ist, dass auch diese Begriffe leicht zu prognostizieren sind und keinen ausreichenden Schutz vor automatisierten Angriffen bieten. Dass einfache Passwörter weltweit verbreitet sind, zeigt einen generellen Trend zu Bequemlichkeit statt Komplexität.
Passwörter der Digital Natives
Viele gehen davon aus, dass jüngere Menschen aufgrund ihrer technischen Erfahrung sicherere Passwörter verwenden. Doch das ist nicht der Fall, denn die aktuelle Analyse zeigt, dass die Passwortgewohnheiten verschiedener Altersgruppen sich stark ähneln. Zahlenfolgen wie „12345“ oder „123456“ tauchen in jeder Generation auf und gehören überall zu den Favoriten.
Jüngere Nutzer verzichten häufiger auf persönliche Namen und greifen stattdessen zu trendbezogenen Begriffen oder sehr langen Zahlenreihen. Beispiele wie „skibidi“ oder „1234567890“ zeigen, dass sich das Muster nicht grundsätzlich verändert. Zwar entsteht der Eindruck einer moderneren Passwortwahl, doch aus Sicht der Sicherheit bleibt die Struktur genauso leicht angreifbar.
Ältere Generationen binden häufig Namen in ihre Passwörter ein. Diese wirken vertraut, sind aber besonders riskant, weil sie sich aus öffentlich zugänglichen Informationen ableiten lassen. Angreifer nutzen solche Hinweise gezielt aus.

Digital Natives verwenden ebenso unsichere Passwörter wie die ältere Generation. Bild: Pexels/Andrea Piacquadio
Beliebte Passwörter 2025: Sonderzeichen
Auffällig ist, dass im Jahr 2025 die Anzahl der häufig verwendeten Passwörter mit Sonderzeichen deutlich angestiegen ist. Varianten wie „P@ssw0rd“, „Admin@123“ oder „Abcd@1234“ landen in vielen Listen weit vorn. Auf den ersten Blick wirken sie komplexer als einfache Wörter oder Zahlenreihen. Bei genauer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass sie festen Mustern folgen, die Angreifer problemlos erkennen.
Viele dieser Kombinationen ersetzen nur einzelne Buchstaben durch typische Sonderzeichen oder ergänzen ein Standardwort mit einer kurzen Zahlenfolge. Diese Strukturen sind gut dokumentiert und in gängigen Angriffswerkzeugen fest hinterlegt. Dadurch verlängert sich die Zeit zum Knacken kaum. Entscheidend ist nicht das Vorhandensein eines Sonderzeichens, sondern die tatsächliche Zufälligkeit des gesamten Passworts.
Der Trend verdeutlicht, wie verbreitet das Missverständnis ist, dass ein Sonderzeichen allein ausreichend schützt. Für Unternehmen entsteht dadurch ein trügerisches Sicherheitsgefühl, während Angriffe weiterhin erfolgreich bleiben. Erst längere, zufällige Passwörter bieten einen wirksamen Schutz vor automatisierten Methoden.
Schwache Passwörter = Risiko für KMU
Unsichere Passwörter gelten als häufige Ursache erfolgreicher Cyberangriffe. Studien zeigen, dass ein großer Teil der Datenpannen auf kompromittierte oder wiederverwendete Zugangsdaten zurückgeht. Angreifer nutzen automatisierte Werkzeuge, die Millionen gängiger Kombinationen in kürzester Zeit prüfen. Sobald ein Passwort getroffen wird, erhalten sie direkten Zugriff auf Systeme oder interne Daten.
Für Unternehmen entsteht daraus ein erhebliches Risiko. Schwache Passwörter betreffen oft mehrere Accounts, weil viele Nutzer dieselben Zugangsdaten an verschiedenen Stellen verwenden. Wird ein Passwort in einem privaten Umfeld gestohlen, öffnet es unter Umständen auch geschäftliche Zugänge. Die Folgen reichen von unbefugten Zugriffen bis hin zum vollständigen Ausfall wichtiger Arbeitsprozesse.
Neben direkten Angriffen begünstigen einfache Passwörter auch Credential-Stuffing-Versuche. Dabei testen Angreifer bekannte Zugangsdaten automatisiert auf verschiedenen Plattformen. Ohne starke und einzigartige Passwörter sowie ohne zusätzliche Sicherheitsstufen wie eine Zwei-Faktor-Authentifizierung steigen die Erfolgsaussichten dieser Methoden erheblich.

Neben einem sicheren Passwort ist die 2FA ein gutes Mittel, um für mehr Passwortsicherheit zu sorgen. Bild: stock.adobe.com/apinan
Tipp: Starke Passwörter erstellen
Sichere Passwörter folgen keiner erkennbaren Logik und bestehen aus einer zufälligen Mischung aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Empfehlenswert sind mindestens zwölf Zeichen, besser noch längere Varianten. Jede Zugangsdatenkombination sollte einzigartig sein, damit ein kompromittiertes Passwort nicht mehrere Systeme betrifft.
Im Arbeitsalltag hilft eine klare Struktur. Mitarbeiter profitieren von leicht verständlichen Regeln, die Komplexität fördern, ohne im Alltag zu überfordern. Dazu gehört der Verzicht auf Namen, Begriffe aus dem Umfeld oder vorhersehbare Muster. Sinnvoll sind zufällige Zeichenfolgen, die nicht im Wörterbuch stehen und keinen Bezug zu bekannten Tastaturmustern haben.
Ergänzend spielt die Zwei-Faktor-Authentifizierung eine wichtige Rolle. Sie bietet einen weiteren Schutz, selbst wenn ein Passwort in falsche Hände gerät. Unternehmen erhöhen damit die Sicherheit ihrer Systeme erheblich und reduzieren das Risiko unbefugter Zugriffe. Für zusätzliche Unterstützung eignen sich Lösungen, die Passwortrichtlinien durchsetzen und Mitarbeiter bei der sicheren Verwaltung unterstützen.
Passwortsicherheit mit PC-SPEZIALIST
Schwache Passwörter gefährden nicht nur einzelne Konten, sondern die gesamte IT-Struktur eines Unternehmens. Damit es nicht so weit kommt, lohnt sich eine professionelle Absicherung. PC-SPEZIALIST unterstützt Sie dabei, sichere Passwortrichtlinien einzuführen, Authentifizierungsverfahren sinnvoll zu ergänzen und Systeme wirksam vor unbefugten Zugriffen zu schützen.
Damit Ihre Mitarbeiter wirklich sichere Passwörter verwenden, die sich kein Mensch merken kann und die nur schwer durch gezielte Angriffe gehackt werden können, lohnt die Einführung eines Passwortmanagers, der Passwörter selbst erstellt und Passwörter sicher verwaltet.
Unsere Partner bei Ihnen vor Ort beraten Sie zu praktikablen Sicherheitsstandards und zeigen, wie sich sichere Passwörter im Arbeitsalltag etablieren lassen. Zusätzlich helfen sie Ihnen dabei, bestehende Risiken zu erkennen und gezielt zu reduzieren. Nehmen Sie gern Kontakt zu Ihrem IT-Dienstleister in der Nähe auf, der Ihr Unternehmen bei allen Fragen rund um Cybersicherheit unterstützt.
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Quellen: it-daily, nordpass, Pexels/Miguel Á. Padriñán (Headerbild)

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