{"id":63920,"date":"2022-11-23T10:45:06","date_gmt":"2022-11-23T09:45:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pcspezialist.de\/blog\/?p=63920"},"modified":"2024-11-05T07:25:32","modified_gmt":"2024-11-05T06:25:32","slug":"twitter-uebernahme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pcspezialist.de\/blog\/2022\/11\/23\/twitter-uebernahme\/","title":{"rendered":"Elon Musks Twitter-\u00dcbernahme ## So \u00e4nderte sich Twitter mit der \u00dcbernahme durch Elon Musk im Jahr 2022"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Twitter-\u00dcbernahme durch Elon Musk hat im Jahr 2022 immer wieder hohe Wellen geschlagen. Begleitet war sie dabei von einem st\u00e4ndigen Hin und Her. Doch was bedeutet die Twitter-\u00dcbernahme f\u00fcr Sie?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Wir fassen alle Infos, die es zum jetzigen Zeitpunkt gibt, zusammen und halten Sie \u00fcber Updates auf dem Laufenden.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<div style=\"background: #f2f2f2; padding: 15px 15px 5px; margin: 30px 0;\">\n<p><strong>Unser Beitrag \u00fcber die Twitter-\u00dcbernahme im \u00dcberblick:\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol style=\"line-height: 1.7;\">\n<li><a href=\"#eins\">Twitter-\u00dcbernahme durch Elon Musk<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#zwei\">Die Person Elon Musk<\/a>\n<ul>\n<li><a href=\"#drei\">Exkurs: Elon Musks Einstellung zu Arbeit<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a href=\"#vier\">Elon Musks Twitter-Kritik im M\u00e4rz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#fuenf\">Ann\u00e4herung und Aktienk\u00e4ufe im April<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#sechs\">Feindlicher \u00dcbernahmeversuch am 13. April<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#sieben\">Vereinbarung von Twitter-\u00dcbernahme am 25. April<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#acht\">Musks erste Pl\u00e4ne f\u00fcr Twitter<\/a>\n<ul style=\"line-height: 1.7;\">\n<li><a href=\"#neun\">Geplant Kosten f\u00fcr Twitter-Nutzung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#zehn\">Exkurs: vorausgehende Finanzierung von Twitter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#elf\">Ernstzunehmende Kritik an Musks ersten Pl\u00e4nen<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a href=\"#zwoelf\">R\u00fcckzieher von Twitter-\u00dcbernahme im Mai<\/a>\n<ul style=\"line-height: 1.7;\">\n<li><a href=\"#dreizehn\">Streit um Spam- und Fake-Konten<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a href=\"#vierzehn\">Vor Twitter-\u00dcbernahme: Geplatzter Deal und Rechtsstreit im Juli<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#fuenfzehn\">Twitter-\u00dcbernahme am 27. Oktober<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#sechszehn\">Erste Amtshandlung: Entlassungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#siebzehn\">Nach Twitter-\u00dcbernahme: Musk droht Werbekunden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#achtzehn\">Neues Modell zur Konto-Verifizierung<\/a>\n<ul style=\"line-height: 1.7;\">\n<li><a href=\"#neunzehn\">Probleme mit neuer Verifizierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#zwanzig\">Neues Modell zur Konto-Verifizierung eingestellt<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a href=\"#einundzwanzig\">Nach Twitter-\u00dcbernahme: Musk holt gefeuerte Mitarbeiter zur\u00fcck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/pcspezialist.de\/blog\/2022\/05\/19\/gehackt\/\">Nach Twitter-\u00dcbernahme: Geht Twitter insolvent?<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<h2 id=\"eins\">Twitter-\u00dcbernahme durch Elon Musk<\/h2>\n<p>Mehr als ein halbes Jahr lag zwischen Elon Musks Ank\u00fcndigung, Twitter zu kaufen, im April und seiner tats\u00e4chlichen <strong>Twitter-\u00dcbernahme<\/strong> im Oktober 2022. Und dieses halbe Jahr verlief nicht ohne Turbulenzen. Ganz im Gegenteil: Es gab bei der \u00dcbernahmegeschichte viele H\u00f6hen und Tiefen, \u00fcberraschende Wendungen und auch so manchen Schock.<\/p>\n<p>Auch heute noch ist sie durch ein stetiges<strong> Hin und Her<\/strong> von \u00f6ffentlich bekanntgegebenen und zur\u00fcckgezogenen strategischen Entscheidungen gepr\u00e4gt. Damit Sie einen \u00dcberblick dar\u00fcber bekommen, was hinter der Twitter-\u00dcbernahme durch Elon Musk steckt, welche Entscheidungen getroffen und wieder revidiert wurden, und vor allem was Sie bei der Benutzung von Twitter aktuell bedenken sollten, erfahren Sie hier.<a href=\"https:\/\/pcspezialist.de\/blog\/2022\/05\/10\/wie-funktioniert-twitter\/\"> Was Twitter ist, wie Twitter funktioniert und was Tweets bzw. Retweets sind<\/a>, erfahren Sie bei uns im Blog!<\/p>\n<div id=\"attachment_63919\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-63919\" class=\"size-full wp-image-63919\" src=\"https:\/\/pcspezialist.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/twitter-uebernahme_pexels-greenwish-13240226.jpg\" alt=\"Twitter-\u00dcbernahme\" width=\"640\" height=\"427\" \/><p id=\"caption-attachment-63919\" class=\"wp-caption-text\">Elon Musks Twitter-\u00dcbernahme zog sich \u00fcber ein halbes Jahr. Bild: Pexels\/@greenwish-_-137929759<\/p><\/div>\n<h2 id=\"zwei\">Die Person Elon Musk<\/h2>\n<p>Im Oktober und November verging kaum ein Tag, an dem High-Tech-Milliard\u00e4r Elon Musk mit seiner Twitter-\u00dcbernahme nicht f\u00fcr bahnbrechende Schlagzeilen sorgte. Diese sind jedoch alles andere als positiv.<\/p>\n<p>Mit ihnen wird wohl jedem deutlich, dass der der neue <strong>Twitter-Chef Elon Musk<\/strong>, der auch Kopf von Tesla, SolarCity, OpenAI, SpaceX und <a href=\"https:\/\/pcspezialist.de\/blog\/2020\/04\/30\/starlink-satelliten\/\">Starlink<\/a> ist, sich zwar nach au\u00dfen hin als locker und cool gibt, aber eigentlich knallhart ist.<\/p>\n<p>Eigentlich sollte das nicht weiter verwunderlich sein, denn der im Jahr 2022 als<strong> reichster Mensch der Welt<\/strong> geltende Elon Musk ist nicht gerade f\u00fcr seine fairen Arbeitsbedingungen, guten L\u00f6hne, \u00fcberlegt get\u00e4tigten und faktisch korrekten Aussagen oder ein diplomatisches Auftreten bekannt. Vielmehr ist Musk geradezu daf\u00fcr bekannt, un\u00fcberlegt zu handeln und seine Meinung dabei \u00f6ffentlich als Tatsache hinzustellen.<\/p>\n<h3 id=\"drei\">Exkurs: Elon Musks Einstellung zu Arbeit<\/h3>\n<p>In den <strong>chinesischen Tesla-Werken<\/strong> m\u00fcssen Elon Musks Angestellte beispielsweise f\u00fcr nur rund 1.500 Dollar pro Monat (etwa 1.440 Euro) sechs Tage die Woche von neun Uhr morgens bis neun Uhr abends arbeiten. Der sogenannte <strong>\u201e996-Takt\u201c<\/strong> wurde sogar w\u00e4hrend der <a href=\"https:\/\/pcspezialist.de\/blog\/2022\/02\/22\/halbleiterkrise\/#zweieinhalb\">gro\u00dffl\u00e4chigen Lockdowns in chinesischen Regionen wie Shenzhen<\/a> oder der Metropolregion Shanghai aufrechterhalten. W\u00e4hrend die Mercedes-Benz- und Porsche-Werke stillstanden, blieben die Arbeitskr\u00e4fte von Tesla w\u00e4hrend des gesamten Lockdowns in den Fabriken und mussten dort unter anderem auf dem Boden schlafen.<\/p>\n<p>In einem Interview mit der\u00a0<em>Financial Times <\/em>zeigte sich Elon Musk von seinen Angestellten in China begeistert: \u201eIn China gibt es einfach eine Menge sehr talentierter, hart arbeitender Menschen, die fest an die Produktion glauben. Sie schuften nicht nur um Mitternacht, sondern auch um 3 Uhr morgens, sie verlassen nicht einmal die Fabrik.\u201c<\/p>\n<p>Laut einem Bericht der Tageszeitung\u00a0<em>Guardian\u00a0<\/em>liegt die harte Arbeit nur leider weniger an der \u00dcberzeugung, sondern vielmehr am alternativlosen Arbeitszwang. Seri\u00f6se Nachrichtenportale und wissenschaftliche Ver\u00f6ffentlichungen sprechen von \u201eSklavenarbeit\u201c.<\/p>\n<div id=\"attachment_61046\" style=\"width: 442px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-61046\" class=\"size-full wp-image-61046\" src=\"https:\/\/pcspezialist.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/wie-funktioniert-twitter_marten-bjork-FVtG38Cjc_k-unsplash.jpg\" alt=\"Wie funktioniert Twitter: H\u00e4nde halten Smartphone, Twitter-App ist ge\u00f6ffnet. Bild: Unsplash\/Marten Bjork\" width=\"432\" height=\"450\" \/><p id=\"caption-attachment-61046\" class=\"wp-caption-text\">Welche \u00c4nderungen gibt es bei Twitter nach der \u00dcbernahme durch Elon Musk? Bild: <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/photos\/FVtG38Cjc_k\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Unsplash\/Marten Bjork<\/a><\/p><\/div>\n<h2 id=\"vier\">Elon Musks Twitter-Kritik im M\u00e4rz<\/h2>\n<p>Elon Musks <strong>provokante Twitter-Aktivit\u00e4ten<\/strong> sind ber\u00fcchtigt. Ende M\u00e4rz 2022 hat der reichste Mensch der Welt circa 79 Millionen Follower und ist damit auf Platz acht der meistabonnierten Twitter-Nutzer. Mit einem ber\u00fcchtigten Tweet kritisiert Musk am 27. M\u00e4rz Twitter und behauptet, das Unternehmen hinter der beliebten Online-Plattform<strong> untergrabe die Demokratie<\/strong>, indem es sich nicht an die Grunds\u00e4tze der Meinungsfreiheit halte.<\/p>\n<p>Dass Elon Musk Twitter, obwohl er die Plattform extrem aktiv nutzt, kritisch gegen\u00fcbersteht, war auch schon vor dem entsprechenden Tweet bekannt. Unter anderem verurteilte er schon h\u00e4ufiger die permanente Sperrung von Benutzern, von der unter anderem der ehemalige US-Pr\u00e4sident Donald Trump betroffen ist. Nach der Ermutigung eines anderen Twitter-Users, Musk solle doch eine eigene Social-Media-Plattform ins Leben rufen, twittert Musk, dass er dar\u00fcber ernsthaft nachdenke:<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\">\n<p dir=\"ltr\" lang=\"en\">Am giving serious thought to this<\/p>\n<p>\u2014 Elon Musk (@elonmusk) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/elonmusk\/status\/1507907130124222471?ref_src=twsrc%5Etfw\">March 27, 2022<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" async=\"\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<h2 id=\"fuenf\">Ann\u00e4herung und Aktienk\u00e4ufe im April<\/h2>\n<p>Doch es kam anders: Am 4. April 2022 gibt Elon Musk in einem B\u00f6rsendokument bekannt, <strong>73,5 Millionen Twitter-Aktien f\u00fcr knapp 2,9 Milliarden US-Dollar gekauft<\/strong> zu haben. Damit besitzt er zu diesem Zeitpunkt rund 9,2 Prozent der Anteile und <strong>wird zum gr\u00f6\u00dften Twitter-Aktion\u00e4r<\/strong>. Die Twitter-Aktie macht nach dem Aktienkauf Musks einen Kurssprung, der Kurs legt um circa 25 Prozent zu.<\/p>\n<p>Der damalige Twitter-Chef Parag Agrawal k\u00fcndigt am folgenden Tag an, dass der reichste Mensch der Welt in den Verwaltungsrat der Online-Plattform einziehen soll. Musk sei als harter Kritiker, der hinter der Plattform stehe, genau der richtige.<\/p>\n<p>Keine Woche, am 10. April 2022, sp\u00e4ter gibt Agrawal bereits bekannt, dass sich Musk gegen einen Sitz im Verwaltungsrat entschieden habe. Vorausgegangen war die \u00f6ffentlich Frage Elon Musks, ob Twitter nicht sterbe und verweist auf Top-Accounts, die kaum twittern w\u00fcrden:<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\">\n<p dir=\"ltr\" lang=\"en\">Most of these \u201ctop\u201d accounts tweet rarely and post very little content.<\/p>\n<p>Is Twitter dying? <a href=\"https:\/\/t.co\/lj9rRXfDHE\">https:\/\/t.co\/lj9rRXfDHE<\/a><\/p>\n<p>\u2014 Elon Musk (@elonmusk) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/elonmusk\/status\/1512785529712123906?ref_src=twsrc%5Etfw\">April 9, 2022<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" async=\"\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<h2 id=\"sechs\">Feindlicher \u00dcbernahmeversuch am 13. April<\/h2>\n<p>Dann, am 13. April 2022, startet Elon Musk \u00fcberraschend einen ersten <strong>feindlichen \u00dcbernahmeversuc<\/strong>h. Er versucht, wie aus Dokumenten f\u00fcr die US-Aufsichtsbeh\u00f6rden hervorgeht, alle Twitter-Aktien zu einem St\u00fcckpreis von umgerechnet 54,20 US-Dollar kaufen und Twitter von der B\u00f6rse nehmen.<\/p>\n<p>Musk schreibt, dass dieser Preis sein letztes Angebot sei und er beim Scheitern einer \u00dcbernahme sein Engagement bei Twitter \u00fcberdenken m\u00fcsse. Twitter k\u00fcndigt \u00f6ffentlich an, sich <strong>gegen die feindliche \u00dcbernahme zur Wehr setzen<\/strong> zu wollen.<\/p>\n<p>Das macht der Verwaltungsrat auch kurzerhand und verabschiedet einen Plan, der die Rechte der anderen Anteilseigner st\u00e4rkt. Dieser Plan sieht vor, dass andere Aktion\u00e4re zus\u00e4tzlich Anteile g\u00fcnstig kaufen k\u00f6nnen, wenn ein einzelner Aufk\u00e4ufer die Marke von 15 Prozent \u00fcberschreitet.<\/p>\n<h2 id=\"sieben\">Vereinbarung von Twitter-\u00dcbernahme am 25. April<\/h2>\n<p>Am 25. April erfolgt dann die die gro\u00dfe Wende: Elon Musk und Twitter verk\u00fcnden eine <strong>Vereinbarung \u00fcber den Kauf des Kurznachrichtendienstes<\/strong>. Insgesamt 44 Milliarden US-Dollar (zum Zeitpunkt des Kaufs knapp 41 Milliarden Euro) hat er f\u00fcr den Nachrichtendienst aufgebracht. Umgerechnet sind das die von Musk geforderten 54,20 Dollar je Aktie.<\/p>\n<p>Musk vereinbart damit laut Expertenstimmen einen Preis, der deutlich \u00fcber dem tats\u00e4chlichen Wert von Twitter liegt. Das soziale Netzwerk hinkt seit Jahren anderen Plattformen wie <a href=\"https:\/\/pcspezialist.de\/blog\/tag\/facebook\/\">Facebook<\/a>, <a href=\"https:\/\/pcspezialist.de\/blog\/tag\/instagram\/\">Instagram<\/a> oder <a href=\"https:\/\/pcspezialist.de\/blog\/tag\/tiktok\/\">TikTok<\/a> deutlich hinterher. W\u00e4hrend Facebook aktuell fast zwei Milliarden t\u00e4gliche Nutzer hat, sind es bei Twitter gerade mal 230 Millionen.<\/p>\n<p>Musk verspricht, er wolle Twitter \u201ebesser machen als jemals zuvor\u201c. Auch schreibt er: \u201eIch hoffe, dass selbst meine schlimmsten Kritiker auf Twitter bleiben, denn das ist es, was Redefreiheit bedeutet.\u201c<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\">\n<p dir=\"ltr\" lang=\"en\">I hope that even my worst critics remain on Twitter, because that is what free speech means<\/p>\n<p>\u2014 Elon Musk (@elonmusk) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/elonmusk\/status\/1518623997054918657?ref_src=twsrc%5Etfw\">April 25, 2022<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" async=\"\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<h2 id=\"acht\">Musks erste Pl\u00e4ne f\u00fcr Twitter<\/h2>\n<p>Twitter teilt am 28. April mit, dass die Plattform verbunden mit der Vereinbarung des Twitter-Kaufs durch Musk den st\u00e4rksten Zuwachs bei der Nutzerzahl seit Jahren verzeichnet hat. Kurze Zeit nachdem die Twitter-\u00dcbernahme durch Elon Musk best\u00e4tigt ist, \u00e4u\u00dfert sich Musk auch bereits \u00f6ffentlich zu ersten \u00dcberlegungen von m\u00f6glichen Ver\u00e4nderungen an der Plattform.<\/p>\n<p>Vor allem will Musk <strong>Twitter von der B\u00f6rse<\/strong> nehmen. Musk erkl\u00e4rt: Der Dienst k\u00f6nne nur so sein <strong>Potenzial als Plattform f\u00fcr Redefreiheit<\/strong> voll entfalten.<\/p>\n<p>Zwar rei\u00dft die Kritik an Elon Musks Vorgehen nicht ab, diese scheint ihn jedoch nicht weiter zu interessieren. \u00d6ffentlich \u00e4u\u00dfert er sich Ende April vor allem durch Memes und andere Witze \u00fcber seine Twitter-\u00dcbernahme. Musk scherzt so am 28. April beispielsweise, er wolle Coca-Cola kaufen: \u00bbAls N\u00e4chstes kaufe ich Coca-Cola und tue wieder Kokain rein\u00ab, schreibt er. Es ist von allen Tweets der mit der zweitgr\u00f6\u00dften Zahl an Likes in der Twitter-Geschichte:<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\">\n<p dir=\"ltr\" lang=\"en\">Next I\u2019m buying Coca-Cola to put the cocaine back in<\/p>\n<p>\u2014 Elon Musk (@elonmusk) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/elonmusk\/status\/1519480761749016577?ref_src=twsrc%5Etfw\">April 28, 2022<\/a><\/p><\/blockquote>\n<h2 id=\"neun\"><script src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" async=\"\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/h2>\n<h3>Geplant Kosten f\u00fcr Twitter-Nutzung<\/h3>\n<p>Musk macht sich Anfang Mai weitere Gedanken um die Zukunft von Twitter. Weniger oder gar <strong>keine Werbung<\/strong>, daf\u00fcr <strong>Abo-Geb\u00fchren<\/strong> f\u00fcr kommerzielle Twitter-Konten \u2013 so sehen die weiteren ersten Pl\u00e4ne von Elon Musk aus.<\/p>\n<p>Der reichste Mensch der Welt gibt so \u00f6ffentlich bekannt, dass er mit der Idee spiele, Twitter zuk\u00fcnftig kostenpflichtig werden zu lassen. So twittert Musk, dass (\u00fcbersetzt) \u201eder Untergang der Freimaurer [&#8230;] letztlich darin [bestand], dass sie ihre Steinmetzdienste umsonst angeboten haben\u201c.<\/p>\n<p>Das bedeutet also, dass Musk das <strong>Ende von Twitter<\/strong> bef\u00fcrchtet, wenn die <strong>Social-Media-Plattform weiterhin kostenfrei<\/strong> bleibt. Nur einen Tag sp\u00e4ter schw\u00e4cht er seine Aussage ab: \u201eTwitter wird f\u00fcr Gelegenheitsnutzer immer kostenlos sein, f\u00fcr kommerzielle\/staatliche Nutzer kann es jedoch etwas kosten.\u201c Wie Twitter grunds\u00e4tzlich funktioniert, erfahren Sie in unserem <a href=\"https:\/\/pcspezialist.de\/blog\/2022\/05\/10\/wie-funktioniert-twitter\/\">entsprechenden Blogbeitrag<\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"zehn\">Exkurs: vorausgehende Finanzierung von Twitter<\/h3>\n<p>Anfang Mai verdient Twitter sein Geld fast ausschlie\u00dflich mit <strong>Werbung<\/strong>. Und zwar haupts\u00e4chlich in Form von Tweets, die Unternehmen f\u00fcr Geld in den Nachrichtenstrom von Nutzern einbringen k\u00f6nnen. Musk selbst priorisiert Abo-Modelle wie <a href=\"https:\/\/pcspezialist.de\/blog\/2021\/06\/08\/twitter-blue\/\">Twitter Blue<\/a>, statt den Fokus auf Werbung zu legen. Laut Musk gebe das <strong>Werbemodell<\/strong> gro\u00dfen Konzernen zu <strong>viel Macht<\/strong>, durch Abo-Kosten w\u00fcrde der Nutzer direkt f\u00fcr den Service zahlen.<\/p>\n<p>Doch die Nutzer sind ver\u00e4rgert und deren Reaktion ist eindeutig. So schreibt einer: \u201eEs geht also nur ums Geld\u201c. Eine andere Nutzerin kommentierte: \u201eSo viel also zur \u201afreien Meinungs\u00e4u\u00dferung\u2018, die Sie angeblich verteidigen wollten.\u201c Und ein wieder anderer \u00e4u\u00dfert: \u201eDas war\u2019s, das besiegelt die Sache. Ich bin nicht l\u00e4nger ein Twitter-Nutzer.\u201c<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\">\n<p dir=\"ltr\" lang=\"en\">Twitter will always be free for casual users, but maybe a slight cost for commercial\/government users<\/p>\n<p>\u2014 Elon Musk (@elonmusk) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/elonmusk\/status\/1521630589710872576?ref_src=twsrc%5Etfw\">May 3, 2022<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" async=\"\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<h3 id=\"elf\">Ernstzunehmende Kritik an Musks ersten Pl\u00e4nen<\/h3>\n<p>Robert Reich, Professor an der Universit\u00e4t von Kalifornien in Berkeley, bezeichnet die Visionen Musks eines \u201eunkontrollierten\u201c Internets als <strong>gef\u00e4hrlichen Unsinn<\/strong>. Denn ein unkontrolliertes Internet gibt es laut Reich nicht: \u201eIrgendjemand muss \u00fcber die Algorithmen entscheiden \u2013 wie sie gestaltet sind, was sie offenbaren und was sie verbergen.\u201c Musk habe genug Macht, um \u201esich im Stillen diese Art von Kontrolle\u201c zu verschaffen. F\u00fcr Reich ist klar: Musk will das Internet \u201enoch weniger verantwortungsbewusst\u201c gestalten. Es geht ihm nicht um Freiheit, sondern um Macht.<\/p>\n<p>Auch David Kaye, Rechtsprofessor und ehemaliger UN-Sonderberichterstatter f\u00fcr Meinungsfreiheit, warnt: Twitter k\u00f6nne zu einer Kloake werden. F\u00fcr Kaye ist klar: Wenn jemand mit viel Geld kommt und die Regeln \u00e4ndert, sei das ein <strong>R\u00fcckschritt<\/strong>. Twitter habe jahrelang versucht, vern\u00fcnftige Regeln aufzustellen und sich zu einem vern\u00fcnftigen H\u00fcter der Meinungs\u00e4u\u00dferung entwickelt. Dies sei nun in Gefahr.<\/p>\n<h2 id=\"zwoelf\">R\u00fcckzieher von Twitter-\u00dcbernahme im Mai<\/h2>\n<p>Anfang Mai 2022 nimmt der Deal \u00fcber die Twitter-\u00dcbernahme immer konkrete Z\u00fcge an und Musk bem\u00fcht sich \u00f6ffentlich um die <strong>Gewinnung von Investoren<\/strong>. Unter anderem gibt Musk\u00a0 bekannt, dass er Trump zur\u00fcck auf Twitter holen m\u00f6chte. Seine Strategie scheint jedoch nicht so recht aufgehen zu wollen.<\/p>\n<p>Am 13. Mai folgt die gro\u00dfe \u00dcberraschung: Musk k\u00fcndigt einen vor\u00fcbergehenden Stopp der Twitter-\u00dcbernahme an. Der Unternehmer f\u00fchrt dabei diverse Argumente an, warum er Twitter nicht mehr \u00fcbernehmen will. Dazu geh\u00f6rt unter anderem die Anschuldigungen eines Whistleblowers, der Twitter unter anderem <strong>Sicherheitsschw\u00e4chen<\/strong> und <strong>mangelnden Schutz der Nutzerdaten<\/strong> vorwirft.<\/p>\n<p>Pikant: Der Whistleblower ist Twitters Ex-Sicherheitschef, der im Januar gefeuert worden war. Dennoch: Die Anschuldigungen reichen f\u00fcr Elon Musk aus, um das <strong>Kaufangebot<\/strong> wegen \u201eungeheuerlicher M\u00e4ngel\u201c f\u00fcr <strong>ung\u00fcltig<\/strong> zu erkl\u00e4ren. Sein Ziel: aus der im April vereinbarten \u00dcbernahme aussteigen.<\/p>\n<h3 id=\"dreizehn\">Streit um Spam- und Fake-Konten<\/h3>\n<p>Um dieses Ziel zu erreichen, st\u00fctzt Musk sich auf angebliche<strong> Falschangaben des Unternehmens zur Anzahl von Fake-Accounts<\/strong>. Musk gibt bekannt, die Twitter-\u00dcbernahme auf Eis zu legen, bis eine Berechnung der tats\u00e4chlichen <a href=\"https:\/\/pcspezialist.de\/blog\/2022\/06\/14\/spam-bot\/\">Spam-Bots<\/a> und <a href=\"https:\/\/pcspezialist.de\/blog\/2022\/08\/17\/fake-profile\/\">Fake-Konten<\/a> vorliege.<\/p>\n<p>Twitter-Chef Parag Agrawal gibt am 16. Mai zwar bekannt, dass die Anzahl der Spam- und Fake-Accounts der insgesamt 229 Millionen Nutzer \u201eweit unter f\u00fcnf Prozent\u201c liege. Damit weist Twitter die Vorw\u00fcrfe Musks zur\u00fcck, falsche Zahlen auszugeben. Dar\u00fcber hinaus k\u00fcndigt Twitter an, Musk vor Gericht zu einem Vollzug der \u00dcbernahme zwingen zu wollen.<\/p>\n<p>Der Tech-Milliard\u00e4r glaub den Zahlen jedoch nicht. Laut diverser Medien handelt es sich hierbei um das <strong>Feilschen am Preis und den Kaufbedingungen<\/strong>. In einem Videointerview \u00e4u\u00dfert Musk beispielsweise, dass er sich eine Einigung zu einem niedrigeren Angebot vorstellen k\u00f6nne. Die Twitter-Aktie beendet den Tag im US-Handel mit einem Minus von etwa acht Prozent. Das ist weit entfernt von den 54,20 Dollar je Aktie, die Musk bisher den Anteilseignern von Twitter vorgeschlagen hat.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\">\n<p dir=\"ltr\" lang=\"en\">Let\u2019s talk about spam. And let\u2019s do so with the benefit of data, facts, and context\u2026<\/p>\n<p>\u2014 Parag Agrawal (@paraga) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/paraga\/status\/1526237578843672576?ref_src=twsrc%5Etfw\">May 16, 2022<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" async=\"\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<h2 id=\"vierzehn\">Vor Twitter-\u00dcbernahme: Geplatzter Deal und Rechtsstreit im Juli<\/h2>\n<p>Elon Musk erkl\u00e4rt seine Vereinbarung zum Kauf von Twitter am 8. Juli f\u00fcr aufgel\u00f6st. Er bei\u00dft sich dabei an dem Vorwurf fest, dass der Onlinedienst zu niedrige Zahlen von Fake-Accounts angebe. Im Schreiben seiner Anw\u00e4lte hei\u00dft es, Twitter weigere sich, die tats\u00e4chlichen eingeforderte Daten zu Spam- und Fake-Nutzerkonten auf der Plattform herauszur\u00fccken. Musk w\u00fcrde aufgrund dieser Verletzung das <strong>\u00dcbernahmevorhaben<\/strong> weiterhin <strong>abblasen<\/strong>.<\/p>\n<p>Twitter reicht am 12. Juli seine Klage bei einem auf gesch\u00e4ftliche Auseinandersetzungen spezialisierten Gericht im US-Bundesstaat Delaware ein. Darin wirft Twitter Musk <strong>Vertragsbruch<\/strong> vor. Es gibt eine Reihe von Verfahrensschritten, der eigentliche Prozessbeginn wird schlie\u00dflich auf den 17. Oktober festgelegt.<\/p>\n<h2 id=\"fuenfzehn\">Twitter-\u00dcbernahme am 27. Oktober<\/h2>\n<p>Bevor es dann aber tats\u00e4chlich vor Gericht geht, vollzieht Musk erneute eine <strong>\u00fcberraschende Kehrtwende<\/strong>. Am 4. Oktober k\u00fcndigt der reichste Mensch der Welt an, den Kauf zu den im April vereinbarten Bedingungen doch zu vollziehen. Das best\u00e4tigt der Tech-Milliard\u00e4r in einer Pflichtmitteilung an die US-B\u00f6rsenaufsicht SEC. Die einzige Bedingung: Der Prozess wird abgesagt.<\/p>\n<p>Die zust\u00e4ndige Richterin verschiebt das Gerichtsverfahren zwischen dem Milliard\u00e4r und Twitter und fordert beide Parteien aus, sich bis zum Freitag, den 28. Oktober, zu einigen. Einen Tag vor Ablauf der Frist vollzieht Musk Medienberichten zufolge dann endlich den lang hinausgez\u00f6gerten Kauf von Twitter. Der Kaufpreis liegt bei den urspr\u00fcnglich vereinbarten 44 Milliarden Dollar. Seine Profilbeschreibung \u00e4nderte der Milliard\u00e4r in \u201eChief Twit\u201c und twitterte \u201eDer Vogel ist befreit\u201c, ohne jedoch weitere Details zu nennen:<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\">\n<p dir=\"ltr\" lang=\"en\">the bird is freed<\/p>\n<p>\u2014 Elon Musk (@elonmusk) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/elonmusk\/status\/1585841080431321088?ref_src=twsrc%5Etfw\">October 28, 2022<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" async=\"\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<h2 id=\"sechszehn\">Erste Amtshandlung: Entlassungen<\/h2>\n<p>Laut Washington Post, Sender CNBC und dem Wall Street Journal <strong>entl\u00e4sst<\/strong> Elon Musk in seiner ersten Amtshandlung <strong>knapp 75 Prozent der ungef\u00e4hr 7.500 Twitter-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter<\/strong>. Auch nahezu <strong>die gesamte Twitter-F\u00fchrungsriege<\/strong> muss gehen \u2013 einschlie\u00dflich Twitter-Chef Parag Agrawal, Chief Financial Officer Ned Segal, Top-Managerin Vijaya Gadde, die vor Musks Twitter-\u00dcbernahme f\u00fcr den Kampf gegen Hassrede und falsche Informationen zust\u00e4ndig ist, und bisheriger Datenschutzbeauftragte bei Twitter, Damien Kieran.<\/p>\n<p>Agrawal, Segal, Daniel Johnson und Rahul Ligma waren laut den Meldungen anwesend und wurden nach ihrer Entlassung aus dem Geb\u00e4ude gef\u00fchrt. Die Presse spricht von einer <strong>\u00f6ffentlichen Dem\u00fctigung<\/strong>.<\/p>\n<p>Verbunden mit den Entlassungen <strong>l\u00f6st<\/strong> Musk auch den <strong>Verwaltungsrat des Kurzbotschaftendienstes auf<\/strong>. Der Verwaltungsrat von US-Konzernen ist eine Mischung aus Vorstand und Aufsichtsrat, wie es sie auch bei deutschen Aktiengesellschaften gibt. Zu den zentralen Aufgaben des Gremiums geh\u00f6ren unter anderem grundlegende Entscheidungen \u00fcber die Ausrichtung und Entwicklung des Unternehmens.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\">\n<p dir=\"ltr\" lang=\"en\">Ligma Johnson had it coming ? ? <a href=\"https:\/\/t.co\/CgjrOV5eM2\">pic.twitter.com\/CgjrOV5eM2<\/a><\/p>\n<p>\u2014 Elon Musk (@elonmusk) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/elonmusk\/status\/1586108809772089345?ref_src=twsrc%5Etfw\">October 28, 2022<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" async=\"\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<h2 id=\"siebzehn\">Nach Twitter-\u00dcbernahme: Musk droht Werbekunden<\/h2>\n<p>Angeblich \u00fcbernimmt Musk entsprechende Spitzenposten zun\u00e4chst selbst. Damit wird der Chef des Elektroautobauers Tesla nach der Twitter-\u00dcbernahme<strong> zum \u201ealleinigen Direktor\u201c der Online-Plattform<\/strong> hei\u00dft es in einer Mitteilung an die US-B\u00f6rsenaufsicht SEC. Die entsprechenden Jobs wolle er erst zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt an andere abgeben.<\/p>\n<p>Bereits wenige Tage nach der Twitter-\u00dcbernahme durch Elon Musk kommt es zu <strong>Umsatzeinbr\u00fcchen<\/strong>. Grund hierf\u00fcr ist, dass viele Gro\u00dfkonzerne wie die Automobilhersteller VW, General Motors, der Pharmakonzern Pfizer sowie die Lebensmittelriesen Mondelez und General Mills ihre <strong>Werbung bei Twitter<\/strong> pausieren. Auch gro\u00dfe internationale Werbekonzerne gehen auf Abstand. Unter anderem soll der Branchenriese IPG, der milliardenschwere Anzeigenetats f\u00fcr Unternehmen wie Coca-Cola, Levi Strauss und Spotify verwaltet, seinen Firmenkunden wenige Tage nach Musks \u00dcbernahme geraten haben, Werbung auf Twitter zu stoppen.<\/p>\n<p>Der Milliard\u00e4r macht f\u00fcr den R\u00fcckgang an Werbung \u201eAktivistengruppen&#8220; verantwortlich. Solche w\u00fcrden das \u00f6ffentliche Meinungsbild manipulieren und den Druck auf Werbetreibende aus\u00fcben. Werbekunden, die sich weiterhin zur\u00fcckhalten und die weitere Entwicklung abwarten w\u00fcrden, droht Musk unverhohlen mit \u00f6ffentlichen \u201eBlo\u00dfzustellungen\u201c. Musk nahm f\u00fcr die Twitter-\u00dcbernahme Kredite von rund 13 Milliarden Dollar auf, das ist mehr Geld, als das Twitter-Gesch\u00e4ft an freien Mitteln daf\u00fcr abwirft.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\">\n<p dir=\"ltr\" lang=\"en\">Twitter has had a massive drop in revenue, due to activist groups pressuring advertisers, even though nothing has changed with content moderation and we did everything we could to appease the activists.<\/p>\n<p>Extremely messed up! They\u2019re trying to destroy free speech in America.<\/p>\n<p>\u2014 Elon Musk (@elonmusk) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/elonmusk\/status\/1588538640401018880?ref_src=twsrc%5Etfw\">November 4, 2022<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" async=\"\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<h2 id=\"achtzehn\">Neues Modell zur Konto-Verifizierung<\/h2>\n<p>Traditionell konnte man seine Identit\u00e4t bei Twitter mithilfe einer <strong>Identit\u00e4tspr\u00fcfung<\/strong> best\u00e4tigen lassen, ohne dass daf\u00fcr Geld verlangt wurde. Neben dem Nutzernamen wurde dann ein <strong>blaues H\u00e4kchen als Zeichen der Verifizierung<\/strong> dargestellt. Nutzerkonten von Unternehmen und Personen des \u00f6ffentlichen Interesses wie von Politikern, Prominenten, Journalisten und Organisationen lie\u00dfen sich stets verifiziert und mit einem blauen Haken versehen.<\/p>\n<p>Elon Musk k\u00fcndigte bereits vor der Twitter-\u00dcbernahme an, dass die Nutzung der Online-Plattform nach seiner \u00dcbernahme Geld kosten wird. Gesagt, getan: Am ersten Novemberwochenende f\u00fchrt Musk eine<strong> \u00dcberarbeitung des Abo-Modells<\/strong> <a href=\"https:\/\/pcspezialist.de\/blog\/2021\/06\/08\/twitter-blue\/\">Twitter Blue<\/a> ein. Der monatliche Preis des Abonnements bei dem kostenpflichtigen Angebot wurde von bisher 4,99 US-Dollar auf\u00a0 7,99 Dollar (rund acht Euro) im Monat angehoben.<\/p>\n<p>Der Clou: Das Abo ist f\u00fcr jeden Twitter-Nutzer die <strong>Voraussetzung f\u00fcr eine Verifizierung des Nutzerkontos mit dem blauen H\u00e4kchen<\/strong>. Wer seinen blauen Haken also behalten m\u00f6chte, muss jetzt also knapp zwanzig bzw. acht Dollar zahlen. Das ver\u00e4rgert nat\u00fcrlich zahlreiche Firmen und Personen des \u00f6ffentlichen Interesses wie beispielsweise Bestsellerautor Stephen King:<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\">\n<p dir=\"ltr\" lang=\"en\">We need to pay the bills somehow! Twitter cannot rely entirely on advertisers. How about $8?<\/p>\n<p>\u2014 Elon Musk (@elonmusk) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/elonmusk\/status\/1587312517679878144?ref_src=twsrc%5Etfw\">November 1, 2022<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" async=\"\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<h3 id=\"neunzehn\">Probleme mit neuer Verifizierung<\/h3>\n<p>Elon Musk meint, dass die neue Art der Authentifizierung durch ein Bezahlen der Online-Dienst vor einem Missbrauch sch\u00fctzet. Sein Plan ist jedoch gewaltig nach hinten losgegangen: Zahlreiche Nutzer gaben knapp acht Dollar aus und konnten ihre <a href=\"https:\/\/pcspezialist.de\/blog\/2022\/08\/17\/fake-profile\/\">Fake-Profile<\/a> mit blauen H\u00e4kchen verifizieren. Zahlreiche, <strong>mit blauen Haken best\u00e4tigte Profile<\/strong> ver\u00f6ffentlichten <strong>Fake-Mitteilungen<\/strong> und -Meldungen.<\/p>\n<p>Ein augenscheinlich verifizierter Fake-Account von Fruchthersteller Chiquita verk\u00fcndete, die brasilianische Regierung gest\u00fcrzt zu haben und eine Kopie des Pharmakonzerns Eli Lilly gab bekannt, dass Insulin ab jetzt kostenlos erh\u00e4ltlich w\u00e4re. Die Falschmeldung f\u00fchrte zu einem deutlichen Einbruch des Aktienwertes.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\">\n<p dir=\"ltr\" lang=\"en\">We apologize to those who have been served a misleading message from a fake Lilly account. Our official Twitter account is <a href=\"https:\/\/twitter.com\/LillyPad?ref_src=twsrc%5Etfw\">@LillyPad<\/a>.<\/p>\n<p>\u2014 Eli Lilly and Company (@LillyPad) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/LillyPad\/status\/1590813806275469333?ref_src=twsrc%5Etfw\">November 10, 2022<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<h3 id=\"zwanzig\">Neues Modell zur Konto-Verifizierung eingestellt<\/h3>\n<p>Auch Spielefirma Nintendo, Sport-Stars wie Basketballer LeBron James und der ehemaligen US-Pr\u00e4sident George W. Bush blieben nicht von Fake-Mitteilungen verschont. Zahlreiche Aktien brachen ein und Senator Ed Markey bezeichnete Twitter als neuer \u201eWilder Westen der sozialen Medien\u201c.<\/p>\n<p>Knapp eine Woche, nachdem das neue Modell zur Konto-Verifizierung als neue Geldquelle eingef\u00fchrt wurde, wird es auch schon wieder eingestellt. Das Abo solle aber voraussichtlich Ende der 46. Kalenderwoche wieder verf\u00fcgbar sein, schrieb der neue Twitter-Besitzer in einem Tweet in der Nacht vom 12. auf den 13. November. Dabei machte er jedoch keine weiteren Angaben, wie das neue System gegen t\u00e4uschend echt aussehende Fake-Accounts gesch\u00fctzt werden solle.<\/p>\n<h2 id=\"einundzwanzig\">Nach Twitter-\u00dcbernahme: Musk holt gefeuerte Mitarbeiter zur\u00fcck<\/h2>\n<p>Nachdem kurz nach der Twitter-\u00dcbernahme durch Elon Musk<strong> die H\u00e4lfte aller Mitarbeiter ihre K\u00fcndigung per E-Mail erhalten<\/strong> hatten, erhielten einigen von ihnen im November abermals eine weitere E-Mail, in der sie gebeten wurden, zu Twitter zur\u00fcckzukehren. Musk gab zu, dass er sie <strong>\u201eversehentlich\u201c entlassen<\/strong> habe; viele der gefeuerten Mitarbeiter seien f\u00fcr das \u201eTwitter-\u00d6kosystem\u201c unerl\u00e4sslich und ihre Funktion sei ihm nicht bekannt gewesen.<\/p>\n<p>Dennoch wiederholte Elon Musk seine Fehler erneut. Am Sonntag, dem 13. November, twitterte Elon Musk, dass die Online-Plattform \u201esuper langsam\u201c w\u00e4re, was <strong>Eric Frohnhoefer, einer der f\u00fchrenden Entwickler bei Twitter<\/strong>, verneinte. Dieser wurde von Musk kurzerhand gefeuert, wie der Milliard\u00e4r direkt hiernach in einem \u00f6ffentlichen Tweet bekanntgab. Mittlerweile haben sich mehrere Insider, aber auch externe Experten zu Wort gemeldet und sagen im Wesentlichen, dass sich Musk bei seiner Behauptung definitiv irrt.<\/p>\n<p>Wie man an seinem Twitter-Account sehen kann, st\u00f6rt das den neuen Twitter-Chef aber nicht sonderlich. Vielmehr scheint er das K\u00fcndigen und Zur\u00fcckholen seiner Mitarbeiter geradezu witzig zu finden:<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\">\n<p dir=\"ltr\" lang=\"en\">Important to admit when I\u2019m wrong &amp; firing them was truly one of my biggest mistakes<\/p>\n<p>\u2014 Elon Musk (@elonmusk) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/elonmusk\/status\/1592619267803185152?ref_src=twsrc%5Etfw\">November 15, 2022<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" async=\"\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<h2 id=\"zweiundzwanzig\">Nach Twitter-\u00dcbernahme: Geht Twitter insolvent?<\/h2>\n<p>Elon Musk gab Anfang der zweiten Novemberwoche bei einem Treffen mit seinen Mitarbeitern bekannt, dass er eine <strong>Insolvenz von Twitter<\/strong> nicht ausschlie\u00dfen k\u00f6nne oder wolle. Nach dem Kauf der Plattform f\u00fcr rund 44 Milliarden US-Dollar brachen die Werbeeinnahmen erheblich ein. Sie machten zuletzt rund 90 Prozent der Twitter-Erl\u00f6se aus. Dass Twitter die fehlenden Kosten mit einem Abo-Modell auffangen kann, das im ersten Testlauf nur f\u00fcr Chaos und Zerst\u00f6rung sorgte, ist nahezu ausgeschlossen. Und Twitter schreibt ohnehin rote Zahlen.<\/p>\n<p>Aktuell vergeht kaum ein Tag, an dem es nicht neue Probleme mit Twitter gibt. Am Donnerstag, dem 17. November, verlie\u00dfen deswegen einige der letzten verbliebenen Top-Manager die Firma. Dazu geh\u00f6rten der f\u00fcr das Herausfiltern anst\u00f6\u00dfiger Inhalte verantwortliche Yoel Roth und Lea Kissner, Chefin f\u00fcr Informationssicherheit. Die erst seit kurzem f\u00fcr die Beziehungen zu Werbekunden zust\u00e4ndige Robin Wheeler wurde von Musk zum Bleiben \u00fcberredet.<\/p>\n<p>Wir werden Sie hier auf dem aktuellen Stand halten, was weitere Entwicklungen rund um die <strong>Twitter-\u00dcbernahme<\/strong> angeht. Eine m\u00f6gliche Insolvenz seiner neu erworbenen Online-Plattform Twitter scheint der reichste Mensch der Welt \u00fcbrigens mit Humor zu nehmen:<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\">\n<p dir=\"ltr\" lang=\"zxx\"><a href=\"https:\/\/t.co\/rbwbsLA1ZG\">pic.twitter.com\/rbwbsLA1ZG<\/a><\/p>\n<p>\u2014 Elon Musk (@elonmusk) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/elonmusk\/status\/1593459801966538755?ref_src=twsrc%5Etfw\">November 18, 2022<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" async=\"\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<p>_______________________________________________<\/p>\n<p><small>Verwendete Quellen: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/digital\/2022-05\/elon-musk-twitter-gebuehren-gewerbe-staat\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zeit<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/amerika\/musk-twitter-109.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tagesschau<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/newsticker\/dpa_nt\/infoline_nt\/netzwelt\/article240763597\/Musk-erklaert-Twitter-Deal-fuer-ungueltig.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Welt<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/elon-musk-und-twitter-chronik-der-geplatzten-uebernahme-a-d7f2f6e9-5afe-4af4-b962-12ed4e5a3514\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Spiegel Online<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/boerse\/aerger-um-blaue-haekchen-musks-erste-grosse-umsatz-idee-fuer-twitter-erweist-sich-als-desaster_id_179622434.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Focus Online<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/panorama\/welt\/versehentlich-entlassen-musk-holt-gefeuerte-mitarbeiter-zu-twitter-zurueck_id_178769840.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Focus Online<\/a>, <a href=\"https:\/\/winfuture.de\/news,133013.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">WinFuture<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/elon-musk-uebernimmt-twitter-und-feuert-chefriege-18419717.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Frankfurter Allgemeine FAZ<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/musk-twitter-127.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tagesschau<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/unternehmen\/twitter-musk-markey-senator-abo-verifizierter-account-chaos-101.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tagesschau<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/musk-twitter-123.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tagesschau<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/das-neue-twitter-unter-elon-musk-es-ist-schlimmer-gekommen-als-befurchtet-8836084.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tagesspiegel<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/unternehmen\/twitter-musk-uebernahme-111.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tagesschau<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/kommentar\/twitter-uebernahme-musk-101.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tagesschau<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/twitter-pausiert-abo-verifizierung-fake-accounts-nutzen-blauen-haken-um-falschmeldungen-zu-verbreiten-8869567.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tagesspiegel<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article241830673\/Elon-Musk-uebernimmt-offiziell-Twitter-feuert-Spitzenkraefte-und-will-selbst-Chef-werden.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die Welt<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.bw24.de\/auto\/tesla\/tesla-mitarbeiter-schlaf-boden-elon-musk-begeisterung-werk-shanghai-china-91549643.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BW24<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/blauer-haken-bei-twitter-kostet-jetzt-8-dollar-pro-monat-a-8ab3528e-0a99-4740-b644-13dbe3c14c53\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Manager Magazin<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/wirtschaft\/twitter-elon-musk-fuehrung-100.html#:~:text=Machtausweitung%20nach%20Kauf%20Elon%20Musk%20%C3%BCbernimmt%20alleinige%20Twitter%2DF%C3%BChrung&amp;text=Elon%20Musk%20hat%20kurz%20nach,hatte%20Musk%20wichtige%20F%C3%BChrungskr%C3%A4fte%20entlassen.\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ZDF<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/wirtschaft\/musk-twitter-uebernahme-chronologie-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ZDF<\/a><\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Twitter-\u00dcbernahme durch Elon Musk hat im Jahr 2022 immer wieder hohe Wellen geschlagen. 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